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Das ernste Thema der Rentenlücke

Die meisten Menschen machen sich viel zu wenig Gedanken über ihre Altersvorsorge. Dabei ist die Rentenlücke in Zukunft nicht zu unterschätzen. Es gibt 3 mögliche Wege sie zu schließen, welche unterschiedliche Anforderungen an dich stellen. Bei allen 3 brauchst du aber finanzielle Bildung, um die die guten von den schlechten Produkten zu unterscheiden. Aus diesem Grund sprechen wir heute über die Berechnung deiner Rentenlücke.

So groß ist das Sozialbudget Deutschlands

Die soziale Sicherung in Deutschland ist vorbildlich und extrem stark. Daher sind die Sozialausgaben des Staates enorm. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa ein Drittel des BIP für das Sozialbudget aufgewendet. Das sind gut 1.000 Mrd. €. Mit diesem Geld werden folgende Systeme bezahlt:

SicherungssystemBeispiele
SozialversicherungssystemKrankenversicherung, Rentenversicherung, ...
Förder- und FürsorgesystemKindergeld, Wohngeld, ...
ArbeitgebersystemLohnfortzahlung im Krankheitsfall, betriebliche Altersvorsorge, ...
System des öffentlichen DienstesPensionszahlungen, ...
SondersystemeRiester-Rente, Rürup-Rente, ...
EntschädigungssystemeKriegsopferversorgung

Das größte System (gemessen am Budget) ist das Sozialversicherungssystem. Hierunter laufen die Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung. In dieses System zahlen sozialversicherte Erwerbstätige in Deutschland ein, um erschwerte, sozial bedingte Lebensumstände von anderen Bürgern der Gesellschaft zu mildern.

Rentenversicherung als größter Posten

Im Sozialversicherungssystem mit seinen 5 Säulen (Kranken-, Unfall-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung) ist die Rentenversicherung der größte Ausgabepunkt. Kostet die soziale Sicherung in Deutschland jährlich gut 1.000 Mrd. €, so werden allein 30% für gesetzliche Rentenzahlungen aufgewendet. Das sind gut 300 Mrd. € jedes Jahr. Dabei beruht die Finanzierung dieser Transferleistungen auf dem Generationenvertrag: Erwerbstätige Bürger geben den Kindern Erziehung, Pflege und Ausbildung und den alten Menschen ein Altern in Würde. Der „Vertrag“ ist nicht wirklich gültig, aber er beschreibt wie die soziale Sicherung in Deutschland gedacht ist. Die Erfüllung beruht auf dem Vertrauen, dass zukünftige Generationen das gleiche für die jetzigen Erwerbstätigen tun.

Allerdings funktioniert der Generationenvertrag bereits heute nicht mehr so wirklich. Von den rund 300 Mrd. € jährlich kommen nur gut zwei Drittel aus den Rentenversicherungsbeiträgen. Das andere Drittel muss durch weitere Einnahmen des Staates finanziert. Die Menschen werden schlichtweg zu alt und auf einen Rentner kommen zu wenig Erwerbstätige. Wenn man also in den Medien von einer Rentenkasse spricht ist diese de facto nicht existent. Es gibt keine Reserven. Die Rentenzahlungen werden monatlich von den Einnahmen gezahlt. Da diese aber nicht ausreichen, gleicht der Bund den Rest aus. Diese Zahlung an aktuelle Rentenbezieher nennt man Umlageverfahren.

3 Säulen der Altersvorsorge

Da es für die Zukunft des Generationenvertrags und damit für deine gesetzliche Rente nicht besonders gut aussieht, gibt es 2 weitere Säulen der Altersvorsorge. Insgesamt also diese 3:

  • Gesetzliche Rente
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Private Altersvorsorge

Hier nochmals kurz zu den Rahmenbedingungen der 3 Säulen. Bei der gesetzlichen Rente und auch bei der betrieblichen Altersvorsorge wirst du neben den gegebenen Umständen in ein System gezwungen, das du nicht beeinflussen bzw. ändern kannst. Nur bei der privaten Altersvorsorge kannst du das System mit seinen Produkten selbst bestimmen. Du kannst die erwartete Rendite, das Risiko und die Laufzeit selbst wählen, nämlich durch die entsprechende Anlageklasse. Da wir alle in Zukunft wohl etwas älter werden, solltest du, wenn möglich alle 3 Säulen bedienen oder dir zumindest einen Plan machen und nicht blind alt werden. Denn die gesetzliche Rente verursacht bei jedem eine Rentenlücke die es zu füllen gilt.

Wie realistisch kann die Rentenlücke berechnen

Jeder hat sie – die Rentenlücke. Egal wie groß oder klein sie letztendlich sein wird, sie zeigt, dass wir nach unserem Arbeitsleben weniger Einnahmen haben werden als zum letzten Zeitpunkt im Beruf. Die Differenz dazwischen nennt man dann Rentenlücke. Aufgrund der langen Zeit bis zum Rentenbeginn sind Prognosen und Pläne zur Altersvorsorge extrem fragil. Inflation, erwarteten Rendite, Steuer und das eigene Lebenalter machen es unmöglich alles exakt vorauszusagen. Trotzdem sollte man sich den Fakten stellen und zumindest einen Weg finden, seine Altersvorsorge anständig zu planen. Denn gerade im Alter möchte ich zumindest in Würde leben. Und Altersarmut betrifft mehr Menschen als wir oftmals denken, besondern in Zukunft. Daher setze dich mit dem Thema auseinander und berechne deine Rentenlücke mit einem passenden Rechner. Und genau dabei wünsche ich dir viel Erfolg und auch Spaß bei deiner Kapitalbildung.

Erwähnte Links zur Rentenlücke

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